Großbritannien

Kaum ist Labour-Regierung im Amt, gibt es Streit um Bekämpfung der Kinderarmut

Keir Starmer gab sich gutgelaunt und generös. In der ersten „Fragestunde des Premierministers“ gratulierte der neue britische Regierungschef am Mittwoch frischgewählten Hinterbänklern jeglicher Couleur zur Wahl, verteilte Komplimente an seinen Tory-Vorgänger Rishi Sunak und scherzte mit dem liberaldemokratischen Parteichef Edward Davey. Er freue sich, diesen im gewöhnlichen Anzug zu sehen, denn: „Im Wahlkampf hatten wir uns daran gewöhnt, ihn nur noch im Neoprenanzug zu sehen.“

Gleich bei seiner ersten Fragestunde wird Premierminister Keir Starmer von parteiinternen Rebellen gefordert

Gleich bei seiner ersten Fragestunde wird Premierminister Keir Starmer von parteiinternen Rebellen gefordert Foto: UK Parliament/AFP

Selbst den schottischen Nationalisten Stephen Flynn behandelte der Labour-Chef höflich, obwohl der SNP-Fraktionschef ein unangenehmes Thema ansprach: die Kinderarmut auf der Insel. Tags zuvor hatte Flynn in der Debatte über das Regierungsprogramm eine Abstimmung erzwungen und damit die erste Rebellion in der Labour-Fraktion heraufbeschworen. Sieben Hinterbänkler vom linken Flügel schlossen sich dem SNP-Antrag an und forderten die sofortige Abschaffung der Kindergeld-Deckelung für Sozialhilfeempfänger. Weil die Regierung über eine riesige Mehrheit verfügt, wurde das Ansinnen abgeschmettert.

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