Großbritannien

Katastrophenrhetorik aus der Downing Street: Johnson bringt die Schotten gegen sich auf

Beliebt war Boris Johnson im Norden des Vereinigten Königreiches schon bisher nicht, im Gegenteil. Mit großer Mehrheit halten die Schotten den weißblonden Engländer, der sich beim Amtsantritt als Premierminister zusätzlich den Titel des „Ministers für die Union“ verlieh, für unzuverlässig, ungeeignet und an ihren Belangen uninteressiert.

Die schottische First Minister Nicola Sturgeon will bei einem vierten Wahlsieg ihrer SNP in Folge ein zweites Unabhängigkeitsreferendum anstreben

Die schottische First Minister Nicola Sturgeon will bei einem vierten Wahlsieg ihrer SNP in Folge ein zweites Unabhängigkeitsreferendum anstreben Foto: Jane Barlow/Pol/AFP

Den Eindruck hat der Londoner Regierungschef jetzt aufs Schönste bestätigt: Die Abgabe von Macht an das Parlament und die Regionalregierung in Edinburgh sei „ein Desaster“ gewesen, ja stelle „Tony Blairs größten Fehler“ dar, teilte der konservative Vorsitzende mit – Wasser auf die Mühlen all jener Schotten, die lieber heute als morgen die 1707 gegründete Union mit England auflösen würden.

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