Zweifel an Vergabe-Entscheidung

Kann ausländischer Geheimdienst sensible EU-Daten mitlesen?

Die EU soll strategisch autonom werden, vor allem im Umgang mit sensiblen Daten. Deshalb wachsen nun die Zweifel an einer Entscheidung der Kommission, das zentrale IT-System für die Kommunikation zwischen den EU-Stellen an die Briten zu vergeben. Dem Tageblatt liegt ein Brandbrief vor, der an Klarheit nichts vermissen lässt.

Es ist schon von Bedeutung, wer sich um das zentrale IT-System für die Kommunikation zwischen den EU-Stellen kümmert. Das kann nicht dem günstigsten Anbieter überlassen werden.

Es ist schon von Bedeutung, wer sich um das zentrale IT-System für die Kommunikation zwischen den EU-Stellen kümmert. Das kann nicht dem günstigsten Anbieter überlassen werden. Foto: dpa/Matthias Balk

Es klingt wie ein ganz gewöhnlicher Vorgang. Die EU-Kommission schreibt rechtzeitig vor dem Auslaufen eines Dienstleistungsvertrages den Auftrag neu aus und gibt dem günstigsten Anbieter den Zuschlag. Gut für die belgische Tochter einer britischen Firma, schlecht für einen deutschen Konzern. Doch beim Blick auf die Details schrillen nun in Brüssel die Alarmglocken. Denn es geht um den möglichen Zugriff ausländischer Geheimdienste auf sensible Daten europäischer Bürger und Behörden. Und ganz nebenbei um die Arbeitsfähigkeit der EU-Administration in Zeiten von Krieg und Krise.

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