Hintergrund

Kalaschnikow & Co sind nicht auf dem Sanktions-Radar des Westens

Einer Reuters-Recherche zufolge gibt es bislang keine Sanktionen gegen viele Waffen-Magnaten. Auch die Chefs bereits sanktionierter Firmen stehen nicht auf schwarzen Listen.

Überreste einer Uragan-Rakete in der Region Saporischschja: Das Unternehmen, das die Raketenwerfersysteme produziert, ist von den USA mit Sanktionen belegt, nicht aber von der EU und Großbritannien

Überreste einer Uragan-Rakete in der Region Saporischschja: Das Unternehmen, das die Raketenwerfersysteme produziert, ist von den USA mit Sanktionen belegt, nicht aber von der EU und Großbritannien Foto: Ukrinform/dpa

Gut vier Monate nach Beginn der Angriffe auf die Ukraine sind nach Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters zentrale Figuren der russischen Rüstungsindustrie noch nicht Ziel westlicher Sanktionen. Dazu gehört auch der Eigner des Kalaschnikow-Konzerns, seines Zeichens Originalhersteller der gleichnamigen Gewehre. Das Unternehmen steht nach eigenen Angaben für fast die gesamte russische Produktion von Maschinen- und Scharfschützengewehren, Pistolen und anderen Handfeuerwaffen. Die USA, die EU und Großbritannien haben zwar Sanktionen gegen den Konzern verhängt, gegen den mit einem Anteil von 75 Prozent größten Aktionär Alan Luschnikow bisher aber nicht.

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