Pressefreiheit
Journalist Deniz Yücel in der Türkei wegen „Terrorpropaganda“ zu Haft verurteilt
Der Welt-Journalist Deniz Yücel ist in der Türkei wegen des umstrittenen Vorwurfs der „Terrorpropaganda“ zu einer Haftstrafe von zwei Jahren, neun Monaten und 22 Tagen verurteilt worden. Vom Vorwurf der „Volksverhetzung“ wurde er hingegen freigesprochen, wie aus dem Gerichtsurteil in Istanbul vom Donnerstag hervorgeht, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Yücel bezeichnete das Urteil in der Welt als „erbärmlich“.
Der Journalist Deniz Yücel befand sich über ein Jahr in Untersuchungshaft in der Türkei AFP
„Das ist ein politisches Urteil, wie die ganze Geschichte meiner Verhaftung politisch motiviert war", schrieb Yücel in einer ersten Reaktion in der Zeitung. Seine unrechtmäßige Verhaftung und der Versuch der Türkei, ihn als "Geisel" zu behandeln, seien „eine lange Kette von Staatskriminalität“ gewesen. Weiter schrieb Yücel, er habe lediglich seine Arbeit als Journalist gemacht: „Daran bereue ich nichts. Und früher oder später wird ein Gericht das auch feststellen.“