Deutschland
Jens Spahns Schnelltest-Versprechen ist geplatzt – die SPD hält ihn nun für überfordert
CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt versuchte am Dienstag, eine Lanze für Jens Spahn zu brechen. Dass am 3. März Bund und Länder über eine neue Corona-Strategie beraten würden, habe der Gesundheitsminister bei seiner Ankündigung wohl nicht „ausreichend berücksichtigt“, meinte Dobrindt auf Nachfrage. Aber das sei nicht „dramatisch“. Spahns Versprechen, schon ab dem 1. März Schnelltests für alle kostenlos zu ermöglichen, ist freilich erst einmal geplatzt.
Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn tut sich schwer mit der Corona-Pandemie Foto: dpa/Kay Nietfeld
Weil Spahn am Montag im Corona-Kabinett offenbar nicht alle logistischen Fragen zur Verteilung der Tests klären konnte, soll Kanzlerin Angela Merkel die Zusage wieder einkassiert haben. Zumal die Länder bei der Umsetzung noch eingebunden werden müssen. Nun sollen erst die Beschlüsse mit den Ministerpräsidenten in der kommenden Woche abgewartet werden, um die Frage der Schnelltests damit zu verbinden. Deutschland hat sich laut Bundesregierung für dieses Jahr 500 Millionen Stück und zusätzlich auf europäischem Wege 300 Millionen gesichert. Neben den Impfungen gelten die Tests als entscheidender Baustein für weitere Öffnungen.