Moldau
„Jeder hat einen Plan B“: Kriegsängste drohen Aderlass im Auswanderland zu beschleunigen
Die Moldauer fürchten ein Überschwappen des Ukrainekriegs: Die Schreckvorstellung einer Invasion lässt viele neue Auswanderpläne schmieden. Eher gelassen wird der Krieg im abgesplitterten Transnistrien verfolgt: Die Erfüllung des Traums vom Anschluss an Russland scheint näher zu rücken.
Die sowjetische Zeit scheint stehengeblieben: Lenin-Denkmäler in Tiraspol, der Hauptstadt des Parastaats Transnistrien Foto: Thomas Roser
Ihr erster Weg nach Kriegsausbruch führte Cezara ins Tiergeschäft. „Als ich von dem Angriff auf Kiew hörte, kaufte ich mir sofort eine Tragebox für meine Katze“, erzählt die dunkelblonde Studentin der Theaterwissenschaften im „Tucano“-Café in der moldauischen Hauptstadt Chisinau: „Damit ich mit Margret sofort wegkann, wenn es sein muss.“