Italien
Italien fürchtet dritte Coronawelle
Italien führt zu den Feiertagen einen harten Lockdown ein. Die Gastronomie bleibt geschlossen, strenge Bewegungseinschränkungen gelten landesweit. Doch zuvor waren über eine Million Italiener auf Reisen, um Verwandte vor allem im Süden des Landes aufzusuchen. In Zügen und Bussen geht es ebenso eng zu wie in Einkaufszentren vor dem Fest. Schon jetzt befürchten Experten eine dritte Coronawelle.
Italiens Premierminister Giuseppe Conte verkündete vor dem Wochenende die neuen Maßnahmen Foto: dpa/LaPresse/Mauro Scrobogna
Nach wochenlanger Unsicherheit hat sich die Regierung Giuseppe Contes nun doch für eine harte Gangart entschieden. Zu den Feiertagen wird ganz Italien in eine „Rote Zone“ verwandelt. Dies gilt für die Tage 24., 25., 26., 27., und 31. Dezember sowie für den Zeitraum zwischen dem 1. und 6. Januar 2021. An diesen Tagen ist es nur gestattet, für dringliche Erledigungen – Einkauf von Lebensmitteln, Arzt- oder Apothekenbesuch, Versorgung Bedürftiger – das Haus zu verlassen. Zudem darf man sich nur im engen Raum der eigenen Gemeindegrenzen bewegen. Polizei und Carabinieri sind zu stärkeren Kontrollen unterwegs. Wer sich außerhalb der eigenen Wohnung bewegt, muss eine Selbsterklärung bei sich führen, in der Zeit und Grund des Ausgangs deklariert werden. Entsprechende Formulare gibt es bei den Kommunen, sie werden auch auf den Onlineportalen der Tageszeitungen veröffentlicht, von wo man sich das Blatt herunterladen kann.