Australien
Ist eine Essiggurke Kunst?
Der australische Künstler Matthew Griffin hat eine Essiggurke aus einem McDonald’s-Cheeseburger an die Decke einer Galerie in Auckland geklebt. Für sein Kunstwerk will er 10.000 Dollar. In Neuseeland hat dies eine Debatte darüber ausgelöst, was Kunst eigentlich ausmacht.
Die Gurke klebt an der Decke einer Kunstgalerie in Auckland Foto: Courtesy of Matthew Griffin and Fine Arts, Sydney
Es ist die alte Diskussion: Wann darf sich Kunst Kunst nennen? Schon Joseph Beuys’ Fettecke, bei der der deutsche Künstler 1982 fünf Kilogramm Butter in einer Ecke der Kunstakademie Düsseldorf platzierte, löste eine Debatte aus, die später sogar vor Gericht landete. Denn vier Jahre später, kurz nach dem Tod des Künstlers, kratzte ein Hausmeister die Butter beim Saubermachen ab. Er hatte die Fettecke nicht als Kunstinstallation erkannt.