Iron Dome
Israels Raketenabwehr ist im Dauereinsatz, Konflikt weitet sich auf Westjordanland aus
Die Spirale der Gewalt im Nahen Osten dreht sich weiter: Nach neuerlichem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen verstärkte die israelische Armee in der Nacht zum Freitag massiv ihre Angriffe auf das Palästinensergebiet. Zur Verteidigung setzt Israel auf eine ganz bestimmte Technik.
90 Prozent sollen abgefangen werden: Links die Verteidigungsanlage „Iron Dome“ in Israel, rechts von der Hamas aus dem Gazastreifen abgefeuerte Raketen Foto: AFP/Anas Baba
Nach israelischen Angaben feuerte die radikal-islamistische Hamas in den vergangenen Tagen mehr als 1.800 Raketen auf israelische Städte ab. Dass die Opferzahlen und die entstandenen Schäden auf israelischer Seite nicht höher ausfallen, verdankt das Land vor allem einer besonderen Verteidigungstechnologie. Mit „Iron Dome“ (Eiserne Kuppel) schützt sich Israel seit zehn Jahren gegen Raketenangriffe. Seit der neuerlichen Gewalteskalation in Nahost Anfang der Woche fing das mobile Abwehrsystem nach israelischen Angaben hunderte aus dem Gazastreifen abgefeuerte Geschosse ab. Demnach würden 90 Prozent der Raketen so in der Luft eliminiert.