Nahost

Israelis fordern staatliche Untersuchung nach Hamas-Massaker

Auch drei Jahre nach dem Hamas-Massaker in Israel gibt es keine staatliche Untersuchung zu der Frage, wie es zu dem Überfall kommen konnte. Demonstranten protestieren am Jahrestag.

Ein israelischer Soldat gedenkt am Ort des Nova-Musikfestivals in der Nähe des Kibbuz Reim im Süden Israels dem dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel

Ein israelischer Soldat gedenkt am Ort des Nova-Musikfestivals in der Nähe des Kibbuz Reim im Süden Israels dem dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel Foto: Ohad Zwigenberg/AP/dpa

Am dritten Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 in Israel haben Demonstranten in mehreren israelischen Städten eine staatliche Untersuchungskommission zu dem Überfall gefordert. Bisher gibt es keine umfassende Aufarbeitung seitens der Regierung zu der Frage, wie es dazu kommen konnte und welche Fehler im Sicherheitsapparat und der Politik gemacht wurden. In Israel finden am 27. Oktober erstmals seit dem Massaker Parlamentswahlen statt.

Demonstranten versammelten sich nach Medienberichten unter anderem vor der Residenz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem israelischen Parlament, der Knesset, in Jerusalem. Laut der Zeitung „Times of Israel“ blockierten Protestierende zudem kurzzeitig die Stadtautobahn bei Tel Aviv.

Kritiker: Netanjahu übernimmt keine Verantwortung

Kritiker werfen Netanjahu und seiner Koalition vor, keine persönliche Verantwortung für das politische und militärische Versagen während des Hamas-Terrorüberfalls zu übernehmen. Laut Meinungsumfragen können bei der wegweisenden Wahl in drei Wochen weder das Lager von Netanjahu noch das seiner Gegner mit einer absoluten Mehrheit rechnen.

Bei dem Überfall am 7. Oktober 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet und 251 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Bei dem auf den Überfall folgenden Krieg wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 74.000 Palästinenser getötet.

1 Kommentare
Manfred Reinert Barriera 07.10.202613:00 Uhr

Dazu wird es nicht kommen, denn das könnte peinlich für Bibi werden.....

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