Hisbollah

Israel droht Libanon mit Gebietseinnahme

Nach heftigem Beschuss der Hisbollah fordert Israels Verteidigungsminister das Nachbarland Libanon zum Handeln auf. Andernfalls werde Israel „die Sache selbst in die Hand nehmen“.

Benjamin Netanjahu besucht Luftwaffenstützpunkt Palmachim mit Verteidigungsminister Israel Katz und Generalstabschef Eyal Zamir

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (M) beim Besch des Luftwaffenstützpunkts Palmachim in Begleitung des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz (r) und des Generalstabschefs der IDF, Generalleutnant Eyal Zamir Foto: Maayan Toaf/Israel Gpo/ZUMA Press Wire/dpa

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat dem Nachbarland Libanon mit der Ausweitung des israelischen Armeeeinsatzes dort sowie mit der Einnahme von Gebieten gedroht. Sollte die libanesische Regierung nicht in der Lage sein, die Hisbollah davon abzuhalten, auf israelische Ortschaften zu feuern, werde Israels Armee „das Gebiet einnehmen und die Sache selbst in die Hand nehmen“, sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit hochrangigen Armee- und Geheimdienstvertretern. Er habe den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun diese Warnung überbracht.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Katz haben die Armee den Angaben zufolge bereits angewiesen, sich auf „eine Ausweitung ihrer Aktivitäten im Libanon vorzubereiten“.

Die vom Iran unterstützte Miliz sollte eigentlich gemäß einer Waffenruhenvereinbarung entwaffnet werden. Dies ist bislang nicht gelungen. Anfang März griff die Hisbollah in den Krieg zwischen Israel und Iran auf der Seite Teherans ein.

Die Hisbollah hatte am Mittwochabend den Norden Israels massiv mit Raketen und Drohnen beschossen. Israels Luftwaffe flog heftige Angriffe auf Ziele in den südlichen Vororten von Beirut.

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