UN-Generaldebatte

Irans Präsident beklagt „Politik der Gewalt“

Peseschkian spricht während der UN-Generalversammlung in New York – während der Krieg mit den USA in einer diplomatischen Sackgasse steckt. In seiner Rede übt er auch Kritik an Trump.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hält eine Rede während der 81. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hält eine Rede während der 81. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen Foto: Heather Khalifa/FR172147 AP/AP/dpa

Irans Präsident hat in New York eine internationale Ordnung der „Gewalttätigen“ beklagt. „Wir dürfen keine Welt schaffen, in der militärische Macht an die Stelle der Legitimität tritt, Sanktionen an die Stelle der Diplomatie, Terror an die Stelle der Politik und Krieg an die Stelle des Dialogs“, sagte Massud Peseschkian bei der UN-Generaldebatte.

„Wenn internationales Recht nur dann umgesetzt wird, wenn es mit den Interessen der Mächtigen vereinbar ist, werden mehr Länder zu dem Schluss kommen, dass sie sich zur Gewährleistung ihrer Sicherheit allein auf ihre eigene Macht stützen müssen“, warnte der iranische Präsident.

Er kritisierte auch Worte von US-Präsident Donald Trump: „Er soll wissen, dass die Drohung gegen unsere Nation uns geschlossener macht, stärker macht und den Widerstand der Iraner vergrößert“, sagte Peseschkian. „Iran streckt der Welt die Hand zur Zusammenarbeit entgegen. Wir rufen die Welt nicht zu einem weiteren Krieg auf, sondern zu Frieden und Gerechtigkeit.“ Weiter sagt er: „Entweder werden wir die Sicherheit miteinander schaffen, oder wir werden die Unsicherheit miteinander ertragen.“

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