Teheran

Irans Parlamentspräsident warnt EU im Atomstreit: „Bleibt fair“

Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani hat die Europäer aufgefordert, im Atomstreit „fair“ zu bleiben, und gleichzeitig vor Gegenmaßnahmen gewarnt. „Falls sich die EU im Atomstreit unverhältnismäßig verhält, werden wir verhältnismäßig darauf reagieren“, sagte Laridschani am Sonntag nach Angaben der staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Dies solle keine Drohung, aber eine deutliche Ansage sein. Der Parlamentspräsident reagierte damit auf die Einleitung der Schlichtung zur Rettung des Atomabkommens durch Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Irans Parlamentspräsident Ali Laridschani fordert Europa auf, im Atomstreit „fair“ zu bleiben

Irans Parlamentspräsident Ali Laridschani fordert Europa auf, im Atomstreit „fair“ zu bleiben Foto: AFP

Das Problem im Atomstreit sei nicht der Iran, sondern die USA mit ihrem Ausstieg aus dem Atomabkommen und der Verhängung von Sanktionen gegen den Iran. „Daher wäre es für EU besser, fair zu bleiben und sich nicht von den USA demütigen zu lassen“, so Laridschani. Eine der iranischen Reaktionen könnte seinen Angaben zufolge eine „neue Entscheidung“ im Zusammenhang mit Irans Zusammenarbeit mir der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA sein. In dem Fall könnte die UN-Behörde ihre Kontrollen der iranischen Atomanlagen nicht fortsetzen. „Dieser Plan ist im Parlament bereits vorbereitet“, sagte Laridschani.

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