Russland
In seiner Jahresbotschaft droht Putin dem Westen und verspricht den Russen viel
In seiner Jahresbotschaft warnte der Kreml-Chef den Westen vor „asymmetrischer“ Reaktion auf Provokationen. Und er stellte soziale Verbesserungen nach Corona in Aussicht.
Kein Wort über die Ukraine, keines über Nawalny: Auch bei seiner Rede lässt Putin die Öffentlichkeit über seine Absichten im Ungewissen Foto: AFP/Alexander Nemenov
Wieder einmal hat Wladimir Putin sein Publikum verblüfft. Seine Rede an die Nation vom Mittwoch im Moskauer Ausstellungszentrum Manege war mit großer Spannung erwartet worden. Die Kommentatoren hatten sich im Vorfeld mit Mutmaßungen übertroffen: Würde Putin einen offenen Krieg gegen Kiew erklären? Würde er harte Maßnahmen gegen den Westen ankündigen? Oder gar den „Anschluss“ von Belarus an Russland verkünden? Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko wird heute, Donnerstag, in Moskau erwartet. Das Timing wirkte irgendwie auffällig.