Wirtschaft
In Deutschland entbrennt eine neue Debatte über Elektromobilität
Politiker im Bund und in den Ländern sind entsetzt über mögliche Werksschließungen und Entlassungen beim Autokonzern VW, Deutschlands größtem Industrie-Arbeitgeber. Um Sinn und Zukunft der Elektromobilität ist neuer Streit in der Ampel entbrannt.
Der Hauptsitz des deutschen Autoherstellers Volkswagen (VW) in Wolfsburg, Norddeutschland Foto: AFP
Mögliche Werksschließungen und der Abbau Tausender Jobs bei Deutschlands größtem industriellen Arbeitgeber, dem Autokonzern VW, haben in der Politik Alarmsignale ausgelöst. CDU-Chef Friedrich Merz sieht in den verschärften Sparplänen von Volkswagen einen wirtschaftspolitischen Weckruf für die Bundesregierung. „Deutschland ist nicht mehr wettbewerbsfähig genug“, sagte Merz bei einer CDU-Veranstaltung in Osnabrück. Es könne sein, dass VW mit einer einseitigen Festlegung auf die Elektromobilität einen Fehler gemacht habe. Ähnlich äußerte sich die FDP. Die SPD und die Grünen halten dagegen die klare Ausrichtung des VW-Konzerns auf E-Mobilität weiterhin für richtig. Rufe nach staatlichen Hilfen für VW blieben vorerst aus – bislang noch. Ökonomen warnten aber bereits vor Ideen in diese Richtung.