EU-Parlament
Impfnachweis für EU-Reisen soll vor der Urlaubszeit kommen
Die Verhandlungen über die Einführung eines EU-Impfzertifikates, mit dem das Reisen in der Europäischen Union wieder erleichtert werden soll, können beginnen. Das Europäische Parlament (EP) hat seine Position mit 540 Ja- bei 119 Gegenstimmen und 31 Enthaltungen angenommen. Noch vor dem Beginn der Urlaubssaison im Sommer soll das Zertifikat bereit sein.
EU-Justizkommissar Didier Reynders informierte die EU-Parlamentarier über den Stand der technischen Arbeiten zum Covid-19-Zertifikat Foto: AFP/Pool/Johanna Geron
Kurz nach dem Beginn der Impfkampagnen gegen Covid-19 entstand eine Diskussion darüber, ob Geimpften ein Ausweis ausgestellt werden soll, der es ihnen erlaubt, sich nicht mehr an bestehende, pandemiebedingte Einschränkungen halten zu müssen. Als erstes Land führte Israel mit dem sogenannten „grünen Pass“ diese Möglichkeit im Februar ein. Schnell wurde in der EU klar, dass der Druck groß werden könnte, ein ähnliches Dokument auszuarbeiten. Nach Vorgesprächen zwischen den Mitgliedstaaten legte die EU-Kommission am 17. März einen Vorschlag für die Einführung eines „digitalen grünen Zertifikats“ vor, der den EU-Bürgern das Reisen innerhalb der EU erleichtern soll. Dieser Nachweis, den die EP-Abgeordneten künftig „Covid-19-Zertifikat der EU“ nennen wollen, soll bescheinigen, dass der Inhaber geimpft ist, ob er negativ getestet wurde oder von Covid-19 genesen ist. Die EP-Abgeordneten wollen noch vor der Sommerreisezeit eine Einigung mit dem Rat erzielen.