Bosnien

Im abgebrannten Lager Lipa verbrachten Hunderte den Jahreswechsel unter freiem Himmel

Die EU mahnt – und sieht zu: Wie an Weihnachten haben Hunderte von Flüchtlingen in Bosniens abgebrannten Skandallager Lipa auch den Jahreswechsel bei eiskalten Temperaturen unter freiem Himmel verbracht. Ihre Verlegung in beheizbare Notaufnahmelager ist weiter nicht in Sicht.

Nachdem sie am Mittwoch rund 24 Stunden in Autobussen ausgeharrt hatten, mussten die Migranten mit ihren Habseligkeiten zurück zum Lager Lipa, das allerdings nicht bewohnbar ist

Nachdem sie am Mittwoch rund 24 Stunden in Autobussen ausgeharrt hatten, mussten die Migranten mit ihren Habseligkeiten zurück zum Lager Lipa, das allerdings nicht bewohnbar ist Foto: Kemal Softic/AP/dpa

Übermüdet und mit Decken über den Schultern reihten sich die 900 verbliebenen Bewohner von Bosniens abgebrannten Aufnahmelager Lipa am Neujahrsmorgen vor der Essensausgabe des Roten Kreuzes auf. Wie Weihnachten hatten die unerwünschten Transitflüchtlinge auch den Jahreswechsel bei eiskalten Temperaturen unter freiem Himmel verbracht. Zwar haben die Regierungen in Österreich und Italien 1,5 Millionen Euro an Soforthilfe zugesagt. Doch obwohl Armee-Angehörige gestern mit dem Aufbau neuer Zelte in dem zerstörten Lager begannen, ist der Umzug in ein beheizbares Notaufnahmelager weiter genauso wenig in Sicht wie ein Ende von Bosniens Flüchtlingstrauerspiel.

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