EMCDDA-Bericht
Illegale Drogen sind in der EU leicht verfügbar
Der Drogenkonsum in der Europäischen Union hat wieder das Niveau erreicht, das vor der Corona-Pandemie bestand, heißt es im am Dienstag (14.6.) vorgestellten neuen Bericht der EU-Drogenbeobachtungsstelle EMCDDA. Beliebteste Droge in Europa ist demnach weiterhin Cannabis.
Im Bild sind ein kleiner Teil des mehr als 2,6 Tonnen Kokains zu sehen, das im Februar im Hamburger Hafen sichergestellt wurde. 2021 wurden nach den vorläufigen Daten 240 Tonnen Kokain in Europa sichergestellt. Foto: Marcus Brandt/dpa
„Die Drogen sind zurück“, sagte EMCDDA-Direktor Alexis Goosdeel gestern bei der Vorstellung des Berichts über Trends und Entwicklungen des Drogenkonsums in der EU. Noch nie sei es so leicht gewesen, an gängige illegale Drogen heranzukommen wie heute. Zunehmend würden Drogen über digitale soziale Netzwerke oder Sofortnachrichtendienste verkauft. Durch die Corona-Pandemie sei der digitale Vertrieb „geboostert“ worden, so Alexis Goosdeel. Die Verfügbarkeit von illegalen Drogen sei weiterhin hoch, manche Drogen wie Kokain stünden sogar in noch größeren Mengen zur Verfügung als vor der Pandemie. Damit steige auch der Konsum von Crack in Europa, warnte der EMCDDA-Direktor. Crack könne geraucht, aber auch injiziert werden und stehe „im Zusammenhang mit einer Reihe von gesundheitlichen und sozialen Schäden“, wie es in einer Mitteilung der Beobachtungsstelle heißt.