Medien

How The West Is Lost: Der Angriff auf die Ukraine – und wie es weitergehen könnte

Die Hoffnung, dass der Aufzug an den Grenzen nur ein Säbelrasseln sein sollte, hat sich nicht erfüllt. Zwei renommierte Autoren kommen in US-Medien zu zwar ähnlichen, aber nicht deckungsgleichen Analysen dazu, wie es jetzt weitergehen könnte. Im „Time“-Magazin hat ein Schreiber den – bisherigen – Verlauf des Waffengangs erstaunlich gut vorhergesehen und rechnet nur mit einem kurzzeitigen Einmarsch, der vor allem Destabilisierung anstrebe und trotzige Machtdemonstration sei. In der „Washington Post“ ist ein anderer Autor überzeugt: Die Russen sind gekommen, um zu bleiben, denn sie stehen erst am Anfang ihres Plans.

„Minor Incursion“: Nicht nur die USA reagierten auf die Bedrohung der Ukraine bisher eher unentschlossen

„Minor Incursion“: Nicht nur die USA reagierten auf die Bedrohung der Ukraine bisher eher unentschlossen Foto: AP/dpa/Alex Brandon

Dass US-Präsident Joseph Biden die Invasion der Ukraine durch Russland bereits für den 16. Februar vorhergesagt hatte, hat teilweise höhnische Kommentare hervorgerufen: Viele klammerten sich wohl an die Hoffnung, dass Putins Strategie sich als doch nicht so plump und brutal entpuppen würde. Das konnte aus Sympathien für den russischen Machthaber so geschehen sein oder aus der Überzeugung heraus, dass er doch zumindest nicht so irrational sein könne, sich in eine Position zu bringen, die schließlich für alle Beteiligten zur Zwickmühle werden könnte.

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