Extremes Wetter
Hitzewelle im Juni: Europa schmilzt dahin
Schulschließungen, Alkoholverbot auf den Straßen, abgesagte Events: Frankreich kämpft mit bis zu 41 Grad. In Madrid fällt ein Public-Viewing-Event der Hitze zum Opfer, in Tschechien und Polen folgen auf die Hitze Unwetter und Überschwemmungen.
Menschen erfrischen sich am Eiffelturm unter einem Wassersprühnebel Foto: Michel Euler/AP/dpa
Angesichts der extremen Hitze gilt in Teilen Frankreichs, darunter der Hauptstadt Paris, während der in dem Land groß gefeierten „Fête de la musique“ ein Alkoholverbot auf öffentlichen Straßen. Davon betroffen sind insbesondere 35 Départements, für die der französische Wetterdienst Météo France ab 12 Uhr die höchste Hitze-Warnstufe Rot verhängte. Die französische Regierung hatte mitgeteilt, dass die Präfekte dieser Verwaltungsbezirke Verbote für Alkoholkonsum im öffentlichen Raum erlassen würden. Damit sollen Rettungsdienste entlastet werden. Mancherorts wurden die Feierlichkeiten zu dem Musikfest abgesagt.
Das in Madrid geplante Public Viewing des spanischen WM-Spiels gegen Saudi-Arabien ist am Sonntag aufgrund der extremen Hitze in der Hauptstadt abgesagt worden. Zuvor hatte die nationale Wetterbehörde AEMET vor Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius gewarnt.
In Tschechien hatten die Meteorologen am Samstag noch Hitzerekorde mit regionalen Temperaturen von bis zu 36 Grad verkündet. Danach entlud sich die Hitze in heftigen Gewittern und starken Regenfällen. Auch das benachbarte Polen war betroffen. Die tschechische Feuerwehr meldete mehr als 700 Einsätze allein am Samstagnachmittag und Abend. In Jakuszyce in Polen wurde eine 38 Jahre alte Frau von einem Blitz getroffen und erlitt einen Herzstillstand. Sie wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand sei stabil, berichtete das Nachrichtenportal Onet.pl am Sonntag unter Berufung auf die Rettungskräfte. (Redaktion mit AFP/dpa)