Reaktionen der EU
Historische Stunden in Brüssel nach russischem Überfall auf Ukraine
In Brüssel wird von historischen Stunden gesprochen: Vor dem Hintergrund des russischen Überfalls auf die Ukraine hat sich die EU neu aufgestellt und gleich mehrere Tabus gebrochen.
Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell meint, in Brüssel würde derzeit Geschichte geschrieben Foto: AFP/François Walschaerts
Die ehemalige Friedensunion schickt nun Kampfjets ins Kriegsgebiet, sie sperrt die russischen „Propagandasender“ RT und Sputnik und nimmt – auch das eine Überraschung – ukrainische Flüchtlinge mit offenen Armen auf. Sogar ein EU-Beitritt der Ukraine ist im Gespräch. „Wir wenden uns an die EU zur unverzüglichen Aufnahme der Ukraine nach einer neuen speziellen Prozedur“, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag in Kiew. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich offen. „Im Laufe der Zeit gehören sie tatsächlich zu uns. Sie sind einer von uns, und wir wollen sie drin haben“, sagte sie. Ein Beitrittsversprechen ist dies zwar noch nicht, die Ukraine ist nicht einmal offizieller EU-Kandidat. Selenskyj will jedoch nicht locker lassen. „Ich bin überzeugt, dass wir das verdient haben“, sagte er.