Mutmaßlich manipulierte Pager

Hisbollah schwört Vergeltung nach Explosionen im Libanon

Im Libanon explodieren zeitgleich Hunderte Funkempfänger. Angeblich wurden sie von israelischen Agenten auf dem Lieferweg abgefangen und mit Sprengstoff versehen. Israels Feinde drohen mit Vergeltung.

Libanon, Beirut: Menschen versammeln sich um einen Krankenwagen mit Verwundeten, deren tragbare Pager explodiert sind, am Notfalleingang des Krankenhauses der Amerikanischen Universität

Libanon, Beirut: Menschen versammeln sich um einen Krankenwagen mit Verwundeten, deren tragbare Pager explodiert sind, am Notfalleingang des Krankenhauses der Amerikanischen Universität Foto: Hassan Ammar/AP/dpa

Die mutmaßlich koordinierten Explosionen tragbarer Funkempfänger im Libanon mit Tausenden Verletzten und mehreren Toten schüren die Sorgen vor einem größeren Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz. Israels Armee und Geheimdienste bekannten sich zwar nicht zu den Explosionen, wurden von der Hisbollah und ihrem wichtigsten Unterstützer Iran aber umgehend als Drahtzieher beschuldigt. Israels Armee deutete an, sich auf eine Vergeltung vorzubereiten. Generalstabschef Herzi Halevi habe am Abend eine Lagebesprechung abgehalten, die sich auf die „Bereitschaft in allen Bereichen, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive“ konzentriert habe, hieß es.

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