Putins Krieg

Haben die russischen Geheimdienste versagt?

Die russische Offensive in der Ukraine kommt nur stockend voran. Das wirft Fragen zum Zustand der russischen Geheimdienste auf: Haben sie versagt? Oder haben sie Kreml-Chef Wladimir Putin nur die Informationen präsentiert, die er hören wollte?

Die Lubjanka in Moskau beherbergte einst den KGB, heute den russischen Inlandsgeheimdienst FSB, der vermutlich den Widerstandswillen der Ukrainer falsch eingeschätzt hat

Die Lubjanka in Moskau beherbergte einst den KGB, heute den russischen Inlandsgeheimdienst FSB, der vermutlich den Widerstandswillen der Ukrainer falsch eingeschätzt hat Foto: AFP

Der Kreml rechnete nach seiner Invasion am 24. Februar mit einem schnellen Sieg – darin sind sich Beobachter einig. Statt erbitterten Widerstands erwartete er offenbar eher einen freundlichen Empfang der russischen Soldaten in der Ukraine. „Man hat Putin die tatsächlichen Verhältnisse nicht klargemacht“, sagt ein Mitarbeiter des französischen Geheimdienstes. „Das System schottet sich ab, damit sie ihm nicht zu viele schlechte Nachrichten beibringen müssen.“

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