Deutschland
Grünes Licht im Haushaltsausschuss für Staatseinstieg bei Meyer-Werft
Der lang diskutierte und verhandelte Weg für den Einstieg des deutschen Staates bei der angeschlagenen Meyer-Werft im Emsland ist frei: Die Haushaltsausschüsse im Bundestag und im niedersächsischen Landtag haben der Übernahme von mehr als 80 Prozent der Firmenanteile zugestimmt. Der offizielle Firmensitz wird von Luxemburg nach Deutschland zurückverlegt.
Blick in die Werft in Papenburg während des Besuchs einer Luxemburger Delegation 2016 Foto: Christian Muller
Der Einstieg des Staates bei der angeschlagenen Meyer-Werft in Niedersachsen ist besiegelt. Die Haushaltsausschüsse des Bundestages und des Landtags in Hannover stimmten am Mittwoch der Rettung des 1795 gegründeten Traditionsunternehmens aus dem Emsland zu. „Die Meyer-Werft gehört zu den größten und modernsten Werften weltweit. Sie ist von immenser Bedeutung für den deutschen Schiffbau“, sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Viele Aufträge sprächen für eine gute Zukunftsperspektive. Kanzler Olaf Scholz (SPD) hatte die Werft zuvor als „industrielles Kronjuwel“ bezeichnet.