Tageblatt-Journalist in Brasilien

Gift im Paradies: Wie Existenzängste und Gewalt das Leben der Einheimischen im Amazonas-Gebiet prägen

Die Bewohner der Insel Marajó im Amazonas-Delta lebten lange Zeit im Einklang mit der Natur. Doch seit einigen Jahren bekommen sie sowohl den Klimawandel als auch die Umweltzerstörung in der Folge von Erdölexploration und agrarindustrieller Ausbeutung deutlich zu spüren.*

Die Insel Marajó steht stellvertretend für die Schönheit der Natur wie für die Probleme Amazoniens. Der Regenwald gilt als Lunge der Welt.

Die Insel Marajó steht stellvertretend für die Schönheit der Natur wie für die Probleme Amazoniens. Der Regenwald gilt als Lunge der Welt. Foto: Florian Kopp/Miserior

Der Seegang bei der Überfahrt von Belém nach Marajó ist schwach, die Fahrt verläuft daher ruhig. Als unser Schiff anlegt, dauert es nicht lange, bis die ersten Passagiere an Land können. Wir bleiben an Bord. Der Kapitän und seine Crew bringen uns noch ein Stück flussaufwärts nach Cachoeira do Arari zur Comunidade do Aranaí. Das Ufer ist gesäumt von Mangrovenbäumen, Pfahlbauten und Holzstegen. Die heimischen Vogelscharen scheinen uns ein kakophonisches Ständchen zum Empfang anzustimmen. Kinder springen ins Wasser. Ein Boot mit mehreren Personen überholt uns. Sieht so das Paradies aus?

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren
;