Putins Krieg

„Gewaltige Tragödie“ in der Ukraine – aber Moskau will 9. Mai groß feiern

In einem Monat will Kremlchef Putin wieder groß feiern: den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg. Doch das Blutvergießen in der Ukraine überschattet alles. Moskau spricht angesichts der vielen toten russischen Soldaten nun selbst von einer „gewaltigen Tragödie“.

Begräbnis des 20-jährigen Soldaten Nikita Avrov in Luga, 150 Kilometer südlich von Sankt Petersburg: Viele Familien in Russland können ihre in der Ukraine gefallenen Angehörigen nicht bestatten, da die russische Armee die Toten nicht bergen will

Begräbnis des 20-jährigen Soldaten Nikita Avrov in Luga, 150 Kilometer südlich von Sankt Petersburg: Viele Familien in Russland können ihre in der Ukraine gefallenen Angehörigen nicht bestatten, da die russische Armee die Toten nicht bergen will Foto: AFP

Russlands „heiligster Feiertag“ – der Tag des Sieges der Sowjetunion am 9. Mai über Hitlerdeutschland im Zweiten Weltkrieg – soll „wie gewohnt“ über die Bühne gehen. „Wir werden ihn so feiern, wie wir ihn immer feiern“, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Die Vorbereitungen laufen bereits für die traditionelle Militärparade auf dem Roten Platz, bei der Tausende Soldaten aufmarschieren und die Atommacht Panzer, Raketen und Kampfflugzeuge zur Schau stellt. Aber weil Russland Krieg führt in der Ukraine, damit Verwüstung über das Land bringt und den Tod vieler eigener Soldaten in Kauf nimmt, fällt schon jetzt ein dunkler Schatten auf das Großereignis.

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