US-Wahlen
Gerrymandering: Wie der Zuschnitt der Wahlkreise instrumentalisiert wird
Durch das US-Wahlsystem spielen die Wahlkreise eine wichtige Rolle: Wer wo seine Stimme abgeben darf, kann die Wahlen nachhaltig verändern. Beim Planen dieser Wahlkreise kann die regierende Partei auch im eigenen Interesse handeln – das nennt man Gerrymandering und ist eigentlich illegal.
In den USA sind es nicht die Wähler, die den Präsidenten wählen, sondern die Wahlleute Symbolfoto: dpa/AP/Rogelio V. Solis
In den USA sind es nicht die Wähler, die den Präsidenten wählen, sondern die Wahlleute. Bei den Wahlleuten kommt in den meisten Bundesstaaten das Prinzip „The Winner Takes it All“ zum Einsatz. Das heißt, der Kandidat, der die meisten Stimmen im Staat bekommt, erhält alle Wahlleute des Bundesstaates, die dann für ihn abstimmen. Statt also 35 Stimmen für Kandidat A und 20 Stimmen für Kandidat B gibt es am Ende 55 Stimmen für Kandidat A. Bei den Präsidentschaftswahlen, doch vor allem bei der Wahl der Abgeordneten, kommt die Einteilung der Wahlbezirke ins Spiel.