Großbritannien
Gegen die Herausforderung durch China: Johnson predigt Demokratie und freie Märkte
Weltweit Bündnispartner im Kampf gegen die Klimakrise suchen; die NATO gegen russische Aggression stärken; der „strategischen Herausforderung“ Chinas durch eine Neuorientierung auf den indopazifischen Raum begegnen – Großbritannien setzt sich in der Außen- und Sicherheitspolitik nach dem Brexit ehrgeizige Ziele.
Premierminister Boris Johnson auf dem Weg zum Unterhaus, um dort die neue Außen- und Sicherheitspolitik seiner Regierung vorzustellen Foto: Justin Tallis/AFP
„Wir wollen die internationale Ordnung erhalten, in der offene Gesellschaften und Freihandel gedeihen können“, sagte Premierminister Boris Johnson am Dienstag im Unterhaus. Demokratie und freie Märkte, basierend auf Meinungsfreiheit, seien dafür die beste Voraussetzung. Mit ihrer „integrierten Beurteilung“ (integrated review) will die britische Regierung die häufig konkurrierenden Felder der Außen- und Verteidigungspolitik sowie der Entwicklungshilfe zusammenbinden und mit der inneren Sicherheit verknüpfen. Das ehrgeizige Projekt sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr, zeitlich passend zum EU-Austritt, vorgestellt werden. Diesem Zeitplan machte die Covid-Pandemie einen Strich durch die Rechnung.