Bosnien und Herzegowina

Gedenken an die Opfer des Völkermords in Srebrenica erneut von Spannungen überschattet

Zehntausende haben am Donnerstag in Bosnien und Herzegowina dem Völkermord an über 8.000 Muslimen in Srebrenica im Juli 1995 gedacht. Doch von einer Aussöhnung über den Gräbern kann keine Rede sein: Erneut überschatteten Spannungen und Provokationen das Gedenken an die Toten.

Eine bosnische Muslimin sitzt zwischen Grabsteinen und liest auf dem Gedenkfriedhof des Dorfes Potocari in der Nähe der ostbosnischen Stadt Srebrenica

Eine bosnische Muslimin sitzt zwischen Grabsteinen und liest auf dem Gedenkfriedhof des Dorfes Potocari in der Nähe der ostbosnischen Stadt Srebrenica Foto: AFP/Elvis Barukcic

Die Toten bleiben unvergessen. Eine Minute lang heulten in weiten Teilen von Bosnien und Herzegowina am Donnerstag die Sirenen, während Zehntausende auf dem Gedenkfriedhof von Potocari den Opfern des Völkermords von Srebrenica im Juli 1995 gedachten. Auch 29 Jahre nach den Massenmorden an über 8.000 Jungen, Männern und Greisen in der damaligen Muslim-Enklave wurden die identifizierten Überreste von 14 weiteren Opfern des schwersten Kriegsverbrechens des Bosnienkriegs (1992-1995) beerdigt.

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