Russland
Gastro-Szene in St. Petersburg wehrt sich gegen coronabedingte Schließungen rund um Neujahr
Die Rubinstein-Straße ist das Epizentrum des St. Petersburger Nachtlebens. In dieser schmalen, vom viel befahrenen Newskij-Prospekt abzweigenden Straße reihen sich so viele Lokale aneinander, dass selbst ein langer Winterabend für ihren Besuch nicht ausreicht.
Katharina die Große thront über einem Platz in St. Petersburg, wo sich die letzten zwei Wochen des Jahres coronabedingt sehr ruhig ankündigen Foto: Archivbild/AP/Dmitri Lovetsky
Ein Bierpub bietet „Punk Brew“, ein Imbiss israelisches Streetfood, nebenan sind die Tische für russisches Fine Dining gedeckt, in einem Keller lockt eine kubanische Musikbar: Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wenig verwunderlich, dass in der Rubinstein-Straße der Widerstand gegen einen Entschluss der Stadtregierung seinen Ausgang nahm. Wegen der sich zuspitzenden Corona-Lage in Russlands zweitgrößter Stadt hat der Gouverneur Alexander Beglow in der Vorwoche verfügt, dass Restaurants und Bars über die Neujahrszeit geschlossen bleiben müssen, ebenso wie Kultureinrichtungen. Kurz gesagt: Die Petersburger sollen in den eigenen vier Wänden bleiben. Und Besucher aus anderen russischen Regionen sollen gar nicht erst auftauchen.