Nahost-Konflikt

G7 will Schifffahrt durch Straße von Hormus absichern

Nach Angriffen auf Schiffe beraten die G7 über Maßnahmen für freie Fahrt durch die Straße von Hormus. Die Energieversorgung bleibt laut EU-Kommission oberste Priorität.

Emmanuel Macron leitet am 11. März 2026 im Élysée-Palast G7-Videokonferenz zur Iran-Krieg-Auswirkung auf Weltwirtschaft

Der französische Präsident Emmanuel Macron leitet am 11. März 2026 im Élysée-Palast in Paris eine Videokonferenz der G7-Staats- und Regierungschefs, um die Auswirkungen des Krieges im Iran auf die Weltwirtschaft zu erörtern, vor dem Hintergrund des Krieges der USA und Israels gegen den Iran Foto: Gonzalo Fuentes/AFP

Die G7-Staaten wollen die Straße von Hormus wieder für die Handelsschifffahrt befahrbar machen, indem sie Öltanker und Frachtschiffe von Kriegsschiffen begleiten lassen. Um solche Eskorten zu gewährleisten, seien die Koordination mehrerer Marinen und eine mehrwöchige Vorarbeit nötig, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, nach einer von ihm geleiteten Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten zu den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs.

„Die Voraussetzungen dafür sind derzeit nicht gegeben. Die Meerenge ist ein Kriegsschauplatz, aber diese Arbeit muss organisiert werden. Das haben wir vorgeschlagen, parallel dazu eine Zusammenarbeit mit Reedereien, Transportunternehmen und Versicherern.“ Zu den G7-Staaten gehören Deutschland, die USA, Japan, Kanada, Großbritannien, Frankreich und Italien.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa sagten nach den G7-Beratungen, dass die unmittelbare Priorität darin bestehe, die Energieflüsse aufrechtzuerhalten und dabei insbesondere die Schifffahrt durch die Straße von Hormus, die für die Weltwirtschaft von entscheidender Bedeutung sei.

Am Mittwoch waren im Iran-Krieg mehrere Schiffe in und nahe der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Straße von Hormus unter Beschuss geraten. Irans Militärführung zeigte sich entschlossen, den Schiffsverkehr durch die Meerenge weiter zu stören.

Frankreich hat bereits drei große Kriegsschiffe in die Region verlegt und auch Italien, Großbritannien und die Niederlande schickten Marineschiffe Richtung Mittelmeer.

Einen Schutz von Handelsschiffen durch Marineeinheiten gibt es bereits seit 2024 im Roten Meer. Dort bedroht die mit Israel verfeindete und vom Iran unterstützte Huthi-Miliz die Schifffahrt in der Region. Deshalb läuft dort die EU-Marineoperation „Aspides“.

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2 Kommentare
JJ 12.03.202608:21 Uhr

Es sollte doch möglich sein diese Straße sicher zu machen. Mit Satellitenüberwachung können wir eine Zigarettenschachtel im Meer orten. Warum keine irakischen Schiffe oder Raketen? Derweil füllt die Welt die Kassen der Ölkonzerne obwohl noch kein Grund zur Panik besteht. Und jetzt kommt noch ein dickes Osterei obendrauf. Die Regierungen sollten für einige Zeit auf Steuern verzichten damit Otto noch zur Arbeit fahren kann.

Luxmann 11.03.202619:48 Uhr

Die USA haben also die strasse zu einem kriegsschauplatz gemacht und sollen gleichzeitig als G7 mitglied die schifffahrt dort sicher machen.

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