Brüssel
Freundschaft, ein Ständchen und viel Protokoll: Das war der erste Tag des Staatsbesuchs in Belgien
Luxemburg ist aktuell zu Gast bei der Familie – oder bei Freundinnen beziehungsweise Freunden. So die zentrale Botschaft des Staatsbesuchs des großherzoglichen Ehepaares in Brüssel. Der erste Tag der dreitägigen Reise stand ganz im Zeichen des offiziellen Programms, bei dem es sogar ein spontanes Ständchen für das Geburtstagskind Großherzog Henri gab.
Wenn sie zusammenkommen, ist es im Grunde genommen ein Familientreffen: die belgische Königin Mathilde, Großherzog Henri, sein Cousin König Philippe und Großherzogin Maria Teresa (v.l.n.r.) Foto: Maison du Grand-Duc/Sophie Margue
„Warum überhaupt werden immer noch Staatsvisiten organisiert?“, fragte Xavier Bettel (DP) bei einem Briefing für die Luxemburger Presse am Dienstag in Brüssel in die Runde und warf damit eine Frage auf, die viele Menschen sich bei den offiziellen Besuchen stellen. „In einer Zeit, in der es immer öfter mehr Unstimmigkeiten als gemeinsame Punkte gibt, sollte man unterstreichen, wenn etwas gut klappt. Denn meist wird über Situationen gesprochen, in denen es nicht gut klappt“, so die Antwort des Vizepremierministers und Außenministers von Luxemburg, der sich dabei auf die allgemein international angespannte Lage bezog.