Griechenland

Feuerwehr kämpft gegen Waldbrand bei Küstenferienort nahe Athen

Starke Winde treiben die Waldbrände in Griechenland weiter an. Besonders betroffen ist die Küstenregion Porto Germeno.

Ein Feuerwehrmann ist bei einem Waldbrand in der Nähe von Porto Germeno nordwestlich von Athen, im Einsatz

Ein Feuerwehrmann ist bei einem Waldbrand in der Nähe von Porto Germeno nordwestlich von Athen, im Einsatz Foto: Michael Varaklas/AP/dpa

Inmitten heftiger Winde hat die Feuerwehr in Griechenland am Samstag gegen einen Waldbrand vor einem beliebten Küstenferienort rund 70 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Athen gekämpft. Über 300 Einsatzkräfte seien im Gebiet von Porto Germeno in der Region Viotia gegen die Flammen im Einsatz, teilte die Feuerwehr mit. „Das Feuer hat das Meer erreicht, Häuser sind mit Sicherheit beschädigt worden“, sagte ein Feuerwehrsprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h

Der Wind sei „sehr stark“, führte der Feuerwehrsprecher aus. Die Einsatzkräfte versuchten Löschflugzeuge zu verwenden, aufgrund der schwierigen Bedingungen seien einige der Maschinen jedoch zu einem anderen Brand auf der Halbinsel Peloponnes verlegt worden. Dem Wetterdienst des Nationalen Observatoriums von Athen zufolge wurden am Samstag Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern gemessen.

Das Feuer war am Freitag in der Nähe des benachbarten Küstendorfes Agios Vasileios ausgebrochen. Die Bewohner ignorierten zunächst den Aufruf des Zivilschutzes zur Evakuierung. Rund 300 Menschen mussten auf dem Seeweg in Sicherheit gebracht werden.

Schaden „unvorstellbar“

Der Umweltschaden sei „enorm“, sagte der Bürgermeister von Theben, Giorgos Anastasiou, dem griechischen Fernsehsender Open TV. Der Meteorologe Theodoros Giannaros vom Nationalen Observatorium von Athen erklärte im Onlinedienst Facebook, der Schaden im Gebiet von Porto Germeno sei „unvorstellbar“. Das betroffene Gebiet „scheint 4000 bis 5000 Hektar zu überschreiten“.

Auch anderenorts in Griechenland loderten in dieser Woche Feuer, darunter auf der Insel Kreta, auf dem Peloponnes und auf den Ägäisinseln Paros, Kalymnos und Andros. Für einen Teil des Vorortes Chaidari westlich von Athen gaben die Behörden am Freitag einen Evakuierungsaufruf aus. Drei Feuerwehrleute kamen beim Kampf gegen die Flammen bislang ums Leben.

Im Großraum Athen, Teilen des Peloponnes und Kretas, im Zentrum Griechenlands sowie in der Grenzregion zur Türkei galt am Samstag die höchste Warnstufe. Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hatte am Donnerstag gewarnt, Griechenland steuere auf „schwierige Tage“ zu.

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