Europaparlament

Fernand Kartheiser beginnt seine Rede auf Luxemburgisch und wird unterbrochen

Fernand Kartheiser beginnt seine Rede auf Luxemburgisch und wird unterbrochen

Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Fernand Kartheiser (ADR) beginnt seine Rede im Europaparlament am Montagabend auf Luxemburgisch. „Als Nationalsprooch vun engem Membersland vun eiser Unioun huet Lëtzebuerg e Recht op e Statut an dësem héigen Haus“ … und weiter kommt er nicht. Der Präsident unterbricht den ADR-Abgeordneten und weist ihn darauf hin, dass die Luxemburger Sprache nicht zu den 24 offiziellen Amtssprachen des Parlaments gehöre. Dies sei die Regel des Parlaments.

„Ich bitte Sie höflichst, dasselbe Recht für die Luxemburger und alle anderen Abgeordneten dieses Parlaments in Anspruch zu nehmen, und ich möchte Sie bitten, mich auf Luxemburgisch sprechen zu lassen“, antwortet Kartheiser dem Präsidenten auf Englisch. Dieser verweist Kartheiser dennoch darauf, dass er sich an die Regeln halten und eine der 24 offiziellen Sprachen sprechen müsse, er hätte dies eben auch in „perfektem“ Englisch getan, er solle in Englisch fortfahren. Was Kartheiser dann tat.

„Ich möchte kurz zusammenfassen, dass ich denke, dass Luxemburgisch in diesem Parlament den gleichen Status haben sollte wie andere Sprachen auch. Ich möchte, dass meine Sprache von diesem Parlament nicht diskriminiert wird und ich möchte Sie, Herr Präsident, daran erinnern, dass Luxemburgisch auch eine der Gründungssprachen der Europäischen Union war. Ich möchte, dass diese Sprache in diesem Parlament anerkannt wird, vielen Dank“, endet Kartheiser seine kurze Rede im Parlament in englischer Sprache.

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