Brasilien

Fast 88.000 Feuer seit Jahresbeginn: Brände vernichten unberührten Regenwald

Im Amazonasgebiet wurden seit Jahresbeginn fast 88.000 Brände gezählt. Verschärft wird die Lage durch eine extreme Dürre. Naturschützer warnen, dass bald ein Kipppunkt erreicht werden könnte.

Bäume und Sträucher stehen in einem Feld im Amazonas-Regenwald in Flammen

Bäume und Sträucher stehen in einem Feld im Amazonas-Regenwald in Flammen Foto: AP/dpa/Andre Penner

Die verheerenden Waldbrände im brasilianischen Amazonasgebiet vernichten zunehmend auch unberührten Regenwald. 53 Prozent der im August in der Region registrierten Brände konzentrierten sich in sogenanntem Primärwald, teilte die Umweltschutzorganisation WWF anlässlich des Tags des Tropenwaldes am Samstag mit. Nur 13 Prozent der Brände traten in kürzlich abgeholzten Gebieten auf. „Es wird gezielt bisher unberührter Regenwald in Brand gesetzt“, sagte der Lateinamerikaexperte des WWF, Roberto Maldonado. „Die Brände werden genutzt, um illegal Land zu erschließen. Das ist ein Milliarden-Geschäft.“

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