Energiekrise

Europäischer Flughafenverband warnt vor Kerosin-Knappheit

Noch sieht die EU keine Versorgungsengpässe mit Öl. Wenn sich der Transit im Nahen Osten nicht bald stabilisiere, könnte sich das aber beim Flugtreibstoff ändern, mahnt der Flughafenverband.

Europäischer Flughafenverband warnt vor Kerosin-Knappheit durch gestörten Transit in der strategischen Hormus-Straße

Der europäische Flughafenverband warnt: Wird der Transit durch die Hormus-Straße nicht bald wieder aufgenommen droht eine Kerosin-Knappheit Symbolfoto: Christophe Gateau/dpa

Der europäische Flughafenverband ACI Europe sorgt sich infolge der durch den Iran-Krieg ausgelösten Energiekrise um ausreichend Kerosin. Wenn der Transit durch die Straße von Hormus nicht innerhalb der nächsten drei Wochen „in nennenswertem und stabilem Umfang“ wieder aufgenommen werde, gehe man derzeit davon aus, dass eine Knappheit von Flugtreibstoff in der EU Realität werden dürfte, schreibt Generaldirektor Olivier Jankovec in einem Brief an die Europäische Kommission. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Zuvor hatten andere Medien berichtet.

Es sei von entscheidender Bedeutung, dass die EU die Verfügbarkeit und eine stabile Versorgung mit Flugtreibstoff priorisiere, fordert er weiter. Denn eine Kerosinknappheit würde die Luftverkehrsanbindung unvermeidlich einschränken und damit der europäischen Wirtschaft erheblich schaden, so Jankovec. „Die Tatsache, dass wir in die Hauptsaison des Sommers eintreten – in der der Luftverkehr das gesamte Tourismusökosystem ermöglicht, von dem viele Volkswirtschaften der Mitgliedstaaten abhängig sind – verstärkt diese Bedenken zusätzlich.“

Jankovec fordert weiterhin eine EU-weite Übersicht und Überwachung der Kommission dazu, wie viel Kerosin aktuell verfügbar ist und wie viel in Zukunft verfügbar sein wird – im Vergleich zum Bedarf. Eine solche Übersicht gebe es bislang nicht. Darüber hinaus bittet er die Brüsseler Behörde unter anderem um Prüfung von gemeinsamen Kerosin-Käufen und einer vorübergehenden Aufhebung von Beschränkungen und regulatorischen Vorgaben, die die Einfuhr von Flugtreibstoff einschränkten.

Nach einem Treffen der EU-Expertengruppe für Öl am Mittwoch hatte es geheißen, dass für die Versorgungssicherheit der Europäischen Union derzeit kein Risiko bestehe und auch für April nicht erwartet werde.

1 Kommentare
JJ 11.04.202617:26 Uhr

Dann wird mal zuhause geblieben. " Die meisten Leute kommen immer irgendwo her. Aus Tokio,aus Kanada,aus Malle.Wenn ich mal irgendwo herkomme ist es vom aus der Küche oder vom Klo." ( Dudenhöffer). Autofreier Sonntag.Wer erinnert sich noch? Das war auch der Araber. Undankbares Pack.Wenn wir ihnen das Öl auf dem sie sitzen nicht gezeigt hätten würden sie heute noch auf Kamelen sitzen und Datteln pflücken. Aber heuer gehört ihnen fast die ganze Welt und wenn ihr Allah besser wäre als alle anderen Götter dann lebte die Welt in Frieden und wir würden unsere Ressourcen teilen. So schlagen wir uns die Birnen ein oder fliegen eine Spritztour um den Mond.

Jek Hyde antwortete am 12.04.202615:21 Uhr

Meinen sie nicht es wäre eher die Schuld von kriegtreibenden Massenmördern wie Netanjahu und Trump?

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