Antikriegsaktivisten
Erst vorgeladen – dann abgewiesen: Serbien schützt Putin-Schläger
Offiziell verurteilt Sanktionsverweigerer Serbien den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Doch tatsächlich sehen sich russische Antikriegsaktivisten zunehmenden Schikanen ausgesetzt: Einem von Neonazis verprügelten Russen wurde per Deportation selbst die Zeugenaussage gegen seine Peiniger verwehrt.
Ein Wandbild in Belgrad, das den russischen Präsidenten Wladimir Putin darstellt (März 2022) Foto: AFP/Vladimir Zivojinovic
Der Anführer der Schläger trug eine Putin-Maske. Mit gezückten Messern und harten Faustschlägen auf die Ohren versuchten fünf Neonazis im serbischen Belgrad Ende Januar, den damals 19-jährigen Exilrussen Ilija Zernov zu einer Entschuldigung und der Bezahlung von 500 Euro zu zwingen. Der Grund: Der Kriegsgegner hatte das unter dem Signet der Wagner-Gruppe stehende Graffito „Tod der Ukraine“ zu übermalen versucht.