Frankreich
Ernennung eines neuen Premierministers zieht sich weiter hin
Die Suche nach einem mehrheitsfähigen Premierminister in Frankreich zieht sich weiter hin. Staatschef Emmanuel Macron beriet am Dienstag mit mehreren Vertretern des rechten Lagers über die Aussichten für den ehemaligen konservativen Präsidentschaftskandidaten Xavier Bertrand, eine stabile Regierung zu bilden. Diese hätten zur Bedingung gemacht, dass ihr Kandidat nicht gleich durch ein Misstrauensvotum gestürzt werden könne, hieß es in Parteikreisen.
Emmanuel Macron sucht noch händeringend nach einem Premierminister Foto: AFP
Die rechtsextreme Partei Rassemblement National (RN) kündigte jedoch umgehend an, bei einem Misstrauensvotum gegen Bertrand zu stimmen. Dieser hatte sich bei Regionalwahlen mehrfach gegen die frühere RN-Parteichefin Marine Le Pen durchgesetzt. Der RN erklärte sich hingegen bereit, unter bestimmten Voraussetzungen eine „technische Regierung“ zu akzeptieren.