Europol

Ermittler heben großes Schleusernetzwerk aus

In fünf Nordsee-Ländern hat die Polizei nun zugeschlagen. Ihr Ziel: eine Bande, die Menschen in kleinen Schlauchbooten nach Großbritannien schmuggelt. Ein tödliches Geschäft mit hohen Profiten.

Die Verbrecherbande soll seit dem vergangenen Jahr bis zu 10.000 Migranten in Schlauchbooten über den Ärmelkanal nach Großbritannien geschmuggelt haben

Die Verbrecherbande soll seit dem vergangenen Jahr bis zu 10.000 Migranten in Schlauchbooten über den Ärmelkanal nach Großbritannien geschmuggelt haben Foto: AFP

Mit einem internationalen Großeinsatz haben Ermittler in fünf Ländern nach eigenen Angaben eine der größten Schleuserbanden Europas ausgehoben. Das kriminelle Netzwerk der irakisch-kurdischen Organisation sei zerschlagen worden, wie Europol und Vertreter der Justiz der beteiligten Länder am Mittwoch in Den Haag bekannt gaben. Insgesamt seien 39 Personen festgenommen worden, darunter drei mutmaßliche Drahtzieher. Am Dienstag wurden demnach 18 Männer in vier deutschen Bundesländern gefasst. Die Bande soll allein seit 2021 rund 10.000 Menschen in Schlauchbooten über den Ärmelkanal nach Großbritannien geschmuggelt haben.

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