Nach Drohung von Grenzkontrollen in Irland
Empörung über Brüssel vereint Dublin und London
Nach dem Vorstoß der EU-Kommission, im Impf-Streit mit Großbritannien Kontrollen an der inneririschen Grenze durchzuführen, sind Dublin und London in ihrer Empörung vereint. Nordirlands Ministerpräsidentin spricht gar von einem „Akt der Feindseligkeit“.
Im Impfstoffstreit mit Großbritannien hat die EU versucht, die Wogen wieder zu glätten Foto: dpa/Aaron Chown
Die Drohung der EU-Kommission, wegen des Streits um Covid-Impfstofflieferungen notfalls die innerirische Grenze zu schließen, hat am Wochenende quer durchs politische Spektrum Irlands und Großbritanniens für Empörung gesorgt. In einer konzertierten Aktion hatten die Premiers Micheál Martin und Boris Johnson die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in der Nacht zum Samstag zum Einlenken bewegt. Dieser „leichtfertige Fehler hätte nicht passieren dürfen“, teilte der irische Außenminister Simon Coveney mit. Führende Brexiteers fordern nun eine Neufassung der umstrittenen Sonderregelung für Nordirland.