Forschung

Einseitige klinische Studien: Neue Alzheimer-Medikamente könnten Weißen mehr nützen als Schwarzen

Nach Jahrzehnten erfolgloser Forschung gelten die neuen Alzheimer-Medikamente der US-Pharmakonzerne Biogen und Eli Lilly als Hoffnungsträger für Patienten im frühen Stadium der Erkrankung.

Offensichtlich macht es einen Unterschied bei der Erforschung von neuen Medikamenten, welche Bevölkerungsgruppen an den klinischen Studien teilnehmen 

Offensichtlich macht es einen Unterschied bei der Erforschung von neuen Medikamenten, welche Bevölkerungsgruppen an den klinischen Studien teilnehmen  Foto: Joseph Prezioso/AFP

Nach Einschätzung von führenden Alzheimer-Experten könnten sie allerdings Weißen mehr nutzen als schwarzen Menschen, deren Krankheit womöglich durch andere Faktoren ausgelöst wird. Denn von Ablagerungen des Proteins Beta-Amyloid, die als Auslöser für Alzheimer gelten und die die neuen Mittel bekämpfen, sind sie offenbar weniger betroffen. Obwohl ältere schwarze Amerikaner doppelt so häufig an Demenz erkranken wie weiße, wurden sie häufiger aus den klinischen Studien mit den neuen Medikamenten ausgeschlossen, wie aus Interviews mit zehn Forschern und vier Managern des Biogen-Entwicklungspartners Eisai sowie von Lilly hervorgeht.

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