Präsidentenwahl

Ein neuer Marcos für die Philippinen

Der Name Ferdinand Marcos steht für Korruption und Menschenrechtsverletzungen. Doch die Familie des ehemaligen philippinischen Diktators hat in den vergangenen Jahrzehnten beständig an ihrem Image gearbeitet. Und so kann Ferdinand Marcos Jr. nun in die Fußstapfen seines berüchtigten Vaters treten: Bei den Präsidentschaftswahlen am Montag siegte der 64-Jährige mit rund 56 Prozent haushoch.

Videostandbild aus einem auf der Facebook-Seite von Bongbong Marcos verbreiteten Video: Mächtige und einflussreiche Familien haben den Diktatorensohn unterstützt

Videostandbild aus einem auf der Facebook-Seite von Bongbong Marcos verbreiteten Video: Mächtige und einflussreiche Familien haben den Diktatorensohn unterstützt Foto: Uncredited/Bongbong Marcos Facebook/AP/dpa

36 Jahre ist es her, dass die Marcos-Familie vor einem Volksaufstand ins US-Exil floh. Seitdem hat sie ein verblüffendes politisches Comeback hingelegt. 2016 verlor Marcos Jr. nur knapp das Rennen um die Vizepräsidentschaft gegen Leni Robredo. Nun gelang ihm ein Erdrutschsieg mit mehr als doppelt so vielen Stimmen wie Robredo, die als seine Hauptrivalin bei der Präsidentschaftswahl angetreten war.

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