Australien

Ehemaliger chinesischer Spion spricht über Operationen gegen Dissidenten im Ausland

Die chinesische Geheimpolizei ist berüchtigt, doch ihre Operationen bleiben meist im Verborgenen. An die Öffentlichkeit gerät nur wenig. Ein ehemaliger Spion, der inzwischen in Australien lebt, hat nun erstmals ein Interview gegeben und dabei verraten, wie geschickt die Geheimpolizei vorgeht, um Dissidenten im Ausland zu jagen.

Die Geschichte ist auf der Webseite des australischen Fernsehsenders abrufbar

Die Geschichte ist auf der Webseite des australischen Fernsehsenders abrufbar Foto: Screenshot/ABC – News

Der Mann nennt sich „Eric“ – einen vollen Namen gibt der australische Sender ABC nicht bekannt – vermutlich, um seine Sicherheit nicht zu gefährden. Gefährdet ist sie trotzdem, darüber macht sich Eric keine Illusionen. Indem er in die Medien geht, macht er sich automatisch zur Zielscheibe. Er weiß, dass nun vermutlich Geheimagenten geschickt werden, um ihm Schaden zuzufügen. „Wenn sie es mit einem Ziel wie mir zu tun haben, sind sie möglicherweise geduldiger … und warten auf den richtigen Zeitpunkt zum Handeln“, sagte der 39-Jährige im Interview mit der investigativen Sendung „Four Courners“, ein Gespräch, das der australische Sender in mehreren Beiträgen verarbeitete. Eric weiß, von was er spricht, er selbst hat 15 Jahre Undercover-Arbeit geleistet – eine Zeit, die ihn „zu einer misstrauischen und konfrontativen Person gemacht hat“, wie er meinte. „Ich bin immer noch sentimental, aber ich kann in gewisser Weise auch grausam sein.“

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