Steuerpolitik
EU will Konzernen mehr Transparenz verordnen
Es ist eine der größten und teuersten Lücken in der europäischen Steuerpolitik. Bisher konnten Konzerne ihre Gewinne von einem EU-Land in ein anderes verschieben, ohne dass dies auffiel – denn eine länderübergreifende Meldung gab es nicht. Doch nun soll damit Schluss sein.
Attac-Mitglieder protestieren im Januar 2019 vor einer Apple-Filiale in Frankreich gegen die Steuervermeidungspraktiken des Unternehmens Foto: Boris Horvat/AFP
Am Donnerstag haben die Wirtschaftsminister grünes Licht für das sogenannte Country-by-Country-Reporting gegeben. Nach der Einigung der Wirtschaftsminister sollen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 750 Millionen Euro künftig gezwungen werden, ihre Umsätze, Gewinne und Steuerzahlungen offenzulegen. Ein Gewinntransfer in EU-Länder, in denen niedrigere Steuersätze gelten, würde dadurch erschwert.