Streit um Nordirland
EU leitet Verfahren gegen Großbritannien ein
Rund ein Jahr nach dem Brexit bahnt sich die erste schwere Krise zwischen Großbritannien und der EU an. Der Grund dafür ist jedoch nicht der erbitterte Streit um den britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca und die verspäteten Impfstoff-Lieferungen in die EU. Es geht vielmehr um die neuen Handelsregeln für Nordirland.
Eine Fähre hat in Nordirland angelegt: Der Warenverkehr zwischen Großbritannien und der irischen Provinz löst Unstimmigkeiten zwischen Brüssel und London aus Foto: Paul Faith/AFP
London hatte Lockerungen beim Handel mit Nordirland eigenmächtig bis Oktober verlängert und Proteste aus Dublin und Brüssel ignoriert. Darauf reagiert die EU-Kommission nun mit einem Vertragsverletzungsverfahren. Konkret geht es um das Nordirland-Protokoll, das Teil des vor einem Jahr geschlossenen Austrittsabkommens ist.