Irankrise
EU hält an Atomabkommen fest
Die Europäische Union will trotz der Warnungen von US-Präsident Donald Trump am umstrittenen Atomabkommen mit Iran festhalten. Dies sagten die Außenminister Deutschlands, Österreichs und Luxemburgs bei einem Krisentreffen am gestrigen Freitag in Brüssel. Zugleich warnten sie das Regime in Teheran davor, seinerseits aus dem Nukleardeal auszusteigen. Dies könne ernste Konsequenzen haben. Von unserem Korrespondenten Eric Bonse, Brüssel
Die Europäische Union will trotz der Warnungen von US-Präsident Donald Trump am umstrittenen Atomabkommen mit Iran festhalten. Dies sagten die Außenminister Deutschlands, Österreichs und Luxemburgs bei einem Krisentreffen am gestrigen Freitag in Brüssel. Zugleich warnten sie das Regime in Teheran davor, seinerseits aus dem Nukleardeal auszusteigen. Dies könne ernste Konsequenzen haben. Von unserem Korrespondenten Eric Bonse, Brüssel
Deutschlands Außenminister Heiko Maas (l.) ist weniger konziliant gegenüber dem Iran als sein luxemburgischer Amtskollege Jean Asselborn Foto: Virginia Mayo/AP/dpa
Trump hatte die EU am Donnerstag aufgefordert, das „überaus schlechte“ Abkommen mit Iran fallen zu lassen. Gleichzeitig hat der US-Präsident zunächst auf eine weitere militärische Eskalation verzichtet. Damit sei die „unmittelbare Kriegsgefahr gebannt“, erklärte der deutsche Außenminister Heiko Maas. Dies sei eine „äußerst erfreuliche Entwicklung“, zu der auch die EU beigetragen habe. Maas warnte Iran davor, sich noch mehr aus dem Atomabkommen zurückzuziehen. Dies sei „nicht akzeptabel“. Indirekt drohte der deutsche Chefdiplomat für diesen Fall mit neuen Sanktionen. Nach der Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani durch einen US-Drohnenangriff im Irak hatte Teheran am Sonntag die „fünfte und letzte Phase“ des Rückzugs aus dem Atomabkommen angekündigt.