Energiekrise

EU führt Robin-Hood-Abgabe ein

Gewinnlimit statt Preisdeckel: Bei ihrem dritten Krisentreffen binnen weniger Wochen haben die 27 EU-Energieminister am Freitag in Brüssel den Weg für eine europaweite Übergewinnabgabe geebnet. Den vielfach geforderten Preisdeckel beim Gas haben sie jedoch nicht bewilligt. Für einen solchen Deckel hatten sich 15 EU-Staaten ausgesprochen, Deutschland ist dagegen.

Luxemburgs Energieminister Claude Turmes drängt darauf, dass die größten Gasimport-Länder in der EU den gemeinsamen Gaseinkauf voranbringen, um die Preise zu senken

Luxemburgs Energieminister Claude Turmes drängt darauf, dass die größten Gasimport-Länder in der EU den gemeinsamen Gaseinkauf voranbringen, um die Preise zu senken Foto: John Thys/AFP

Die Minister billigten einen Vorschlag der EU-Kommission, mit dem die Gewinne der Energieerzeuger nach dem sogenannten Robin-Hood-Prinzip begrenzt werden sollen. Der Verkaufspreis für Strom aus erneuerbaren Energien, Atomkraft oder Braunkohle soll bei 180 Euro pro Megawattstunde gedeckelt werden. Dadurch sollen in den nächsten zwei Jahren bis zu 140 Milliarden Euro abkassiert werden.

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