Corona-Krise
EU bemüht sich um ausreichende Versorgung mit Blutplasma
In der Coronavirus-Krise bemüht sich Europa um mehr Unabhängigkeit bei der Produktion von wichtigen Medikamenten – und dabei rückt ein wichtiger Rohstoff auch für Covid-19-Patienten in den Fokus: Blutplasma.
In einer medizinischen Einrichtung in Birmingham wird eine Blutprobe entnommen. Blutplasma ist in der gegenwärtigen Krise ein bedeutender Rohstoff. Foto: AFP/Simon Dawson
Europa ist auf Lieferungen aus den USA angewiesen, um seinen Bedarf zu decken. EU-Vertreter suchen daher nach Wegen, um die Abhängigkeit der Europäischen Union von amerikanischem Plasma zu verringern. Einige Branchenvertreter fordern, dass dafür das europäische Blutspendesystem überholt werden sollte. Denn die stabilere Plasmaversorgung der USA ist vornehmlich darauf zurückzuführen, dass Blutspender bezahlt werden. In den meisten europäischen Ländern erhalten Spender dagegen keinen finanziellen Ausgleich.