Europaparlament

EU-Verordnung: Kein Konsum mehr auf Kosten der Wälder

Die EU-Bürger sollen mit ihrem Konsum nicht mehr zur weltweiten Abholzung von Wäldern beitragen. Darauf zielt eine EU-Verordnung ab, die derzeit vom luxemburgischen EVP-Abgeordneten Christophe Hansen als Berichterstatter im Europäischen Parlament (EP) bearbeitet wird.

Der EVP-Abgeordnete Christophe Hansen ist Berichterstatter im EU-Parlament zur Verordnung über eine entwaldungsfreie Lieferkette

Der EVP-Abgeordnete Christophe Hansen ist Berichterstatter im EU-Parlament zur Verordnung über eine entwaldungsfreie Lieferkette Foto: Editpress/Hervé Montaigu

„Wenn wir es ernst meinen mit dem Kampf gegen den Klimawandel, müssen wir uns auch um die Wälder kümmern“, sagt Christophe Hansen. Und verweist darauf, dass in den Jahren 1990 bis 2020 weltweit an die 420 Millionen Hektar Wald abgeholzt wurden, eine Fläche mindestens so groß wie die Europäische Union. Damit wurde nicht nur der Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere oder, wie in Lateinamerika, von Ureinwohnern zerstört. Neben dem Schaden für die Biodiversität gehen durch die massive Entwaldung auch riesige Mengen an CO2-Speicher verloren, die zur Erreichung der Ziele gegen den Klimawandel dringend benötigt werden. Dem Weltklimarat zufolge sollen die Entwaldung sowie die Schädigungen von Wäldern für elf Prozent der Treibhausgase verantwortlich sein.

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